Multiple Sklerose Blog

Die Schaukel

Es gibt solche und es gibt andere Tage. Sie sind mal gut und dann können sie auch sehr schlecht sein. Sie verhalten sich wie eine Schaukel. Es geht vor und dann wieder zurück. Oft sind es Kleinigkeiten, die mich ausbremsen. Manchmal wird es gemein und ich werde zurückgeworfen. Es brauch dann viel Kraft um auf der Schaukel wieder nach vorne zu rauschen. Es kommen die Gedanken. Hört das je wieder auf? Wieso sind alle gegen mich? Alles was gesagt wird kommt falsch an. Das Gemeine an schlechten Tagen ist, dass er sich anfühlt als würde sie nie vorbeigehen. Nachts grübele ich im Bett. An Schlaf ist da kaum zu denken. Und am Morgen sitze ich griesgrämig am Frühstückstisch. Das kann so nicht bleiben. Ich bin ein Mensch. Ich mache Fehler. Manchmal tue ich anderen weh, manchmal tun andere mir weh und manchmal tue ich mir selbst weh. Dies ist unvermeidbar und diesen Punkt haben wir alle gemeinsam. Niemand ist vollkommen. Ist es in Ordnung, dass ich mich zurückzuziehen will? Ja, das ist gesund, um sich selbst ein wenig Raum zu geben. Was andere über mich denken kann ich nicht beeinflussen. Also kann man genauso gut damit aufhören, die Meinungen von anderen so wichtig zu nehmen. Was genau in deren Köpfen vor sich geht kann sowieso niemand wissen. Man kann ebenso anfangen, diese Energie für neue Gedanken zu nutzen. Ich tue es einfach. Egal was andere erwarten oder denken. Niemals aufgeben: meine Idee, meine Gedanken und meine Taten sind genau die Richtigen für mein eigenes Leben. Wer ein Maß an Achtsamkeit für sein Leben mitbringt und auf sein Bauchgefühl hört, wird immer richtig liegen. Ich denke an mein Ziel und setze mir realistische Zwischenziele. Also schaukle ich weiter. Vielleicht kann ich irgendwann mal abspringen und einen neuen Weg gehen.

 

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